abstrahiert dargestellter Ausschnitt eines Fussballfeldes
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Avalanche Noir

Seit 1995

  • Gewonnene Titel

    2

  • Gewonnene Cups

    1

Hackentricks seit 1995

Kontakt

  • Jonas Schärer
  • jonas_schaerer@hotmail.com

  • 079 733 11 26

  • Martijn Jegerings
  • martijnjegerings@gmail.com

  • 076 686 40 30

Die Avalanche Noir Saga

Viele Mythen und Legenden ranken sich um diese, von ihren Anhängern liebevoll «Alte Bache» genannte, Franchise der Alternativen Liga Bern.

Man war mit dabei als alles anfing, als die Gründerväter der Liga im Schutze der Dunkelheit auf das noch streng bewachte Kasernenareal schlichen, um bei Laternenlicht auf dem einzigen, nicht im Zuge der Anbauschlacht zu Acker gefahrenen, Turnplatz der Stadt der zweitschönsten Nebensache der Welt zu frönen.

Man sass mit am Tisch in der seinerzeit noch rauchgeschwängerten Ittume-Traditionsbeiz, als die Grundzüge der Liga mit wenigen aber umso durchdachteren Federstrichen skizziert wurden.

Der Rest ist Geschichte - und die wird ja bekanntlich von den Siegern geschrieben. Aber Sieger war man lange beileibe nicht. Zwar hatte man stets «vom Feeling her ein gutes Gefühl» und «nie an der eigenen Chancenlosigkeit gezweifelt», aber am Ende resultierte doch Jahr für Jahr weder Salatschüssel noch Blumentopf, geschweige denn der Pott der angesehensten Liga der Welt. Nichts liess man im Angesicht der jahrelangen Erfolglosigkeit unversucht. Man zwängte sich im Kollektiv auf Freud’s Couch, suchte sein Heil an der benachbarten Esoterikmesse und brachte schliesslich sogar selbstlose Mäzeninnen dazu, einen Grossteil ihres im Schweisse ihres Angesichts geerbten Vermögens in den Klub zu investieren. Alles vergebens, denn meistens «hatte man zuerst kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu». Rückblickend muss man jedoch auch «sich selbst gegenüber selbstkritisch sein» denn «viel von dem ganzen Geld wurde für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben und der Rest einfach verprasst». Und erst als wirklich restlos alles versucht worden war, sah man sich gezwungen, den sowohl menschlich wie auch fussballerisch brillianten Vorzeigekeiler und Kapitän auf Lebzeiten ins ferne Exil zu jagen.

Der langersehnte Grosserfolg sollte sich erst in der zweiten Dekade der Klubgeschichte, unter neuer Führung und paradoxerweise erst nach der Umstellung auf das notorisch erfolglose «voetbal totaal» einstellen. 2010 war es endlich soweit: der oft als Vize-lanche Noir verschriehene langjährige Meister der Herzen konnte endlich den mit Stolz auf der Heldenbrust getragenen Vereins-Keiler in den Sockel der wohl begehrtesten Trophäe des Weltfussballs einritzen. Die erste gelbschwarze Meistermannschaft der Bundesstadt seit Jahrzehnten. Es gab ihn also doch, den Fussballgott!

«Würde man jedoch jede Woche so spielen wie damals, wären die Leistungen auch nicht so schwankend». Denn in einer Liga wo «der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann» sind Serienmeister fast so ausgeschlossen wie in der hiesigen «”Meistbietender-Grosskonzern” Super League». Nicht nur, aber vor allem auch deshalb liess der nächste Titel wieder mehrere Jahre auf sich warten. 2014 wurde dieser freilich umso frenetischer und im Beisein zahlreicher Klublegenden mit einem rau(s)chenden Fest auf dem heiligen Rasen der Allmend gefeiert. Offenbar schien jedoch die eine oder andere Schweineleber ob dieser Zusatzbelastung zirrhotisch geworden zu sein, denn nach einer überaus blassen Darbietung hatten die tapferen Borstenviecher nur ein Jahr später an gleicher Stelle den erstmaligen Abstieg in die zweite Liga und somit den bisherigen Tiefpunkt der Klubhistorie zu betrauern.

Quo Vadis Avalanche!? Viele Szenarien sind denkbar, «Voraussagen in jeden Fall erst nach dem Spiel machbar». Eines jedoch ist sicher: «They’ll never walk alone»! Und deshalb wird man die Rotte auch weiterhin jeden Matchtag in alter Manier den Acker der die Welt bedeutet aufwühlen sehen: Schnauze am Boden, Bürzel in der Höh, bis auch das letzte Obst restlos vom Berg runtergefegt ist. Denn es ist an der Zeit, dass der Welt ein für allemal klargemacht wird: «Fussball ist ein einfaches Spiel. 22 Männer rennen 90 Minuten einem Ball nach und am Ende gewinnt NICHT immer Obstberg!».

Dank gebührt: Richard Golz, Jürgen Wegmann, George Best, Andy Möller, Berti Vogts, Bryan Robson, Gary Lineker